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Optimal — ideal —
phänomenal
Babys brauchen Nähe, Wärme und die optimale Nahrung. All
dies wird durch Stillen geboten. Muttermilch passt sich Ihrem Baby
in der Zusammensetzung an und liefert individuell zugeschnittene
Abwehrstoffe. Zu Beginn einer Mahlzeit löscht das Kind seinen
Durst, gegen Ende zu gelangt es an die fettreichere Hintermilch und
stillt seinen Hunger. Die WHO empfiehlt es in aller Deutlichkeit: 6
Monate soll ausschließlich gestillt werden und dann
beikostbzw. familienkostergänzt bis zum 2. Geburtstag und
darüber hinaus weitergestillt werden, solange Mutter und Kind
dies wünschen. Achten Sie dabei selbst auf eine ausgewogene
Ernährung, die möglichst schadstoffarm - also im besten
Fall biologisch ist.
Doch wenn es nicht sofort klappt Stillen ist kein
angeborenes, sondern ein erlerntes Verhalten. Der Saugreflex ist in
der ersten Stunde nach der Geburt am größten. Deshalb
sollte sobald als möglich angelegt werden. Lassen Sie sich von
einer erfahrenen Hebamme oder einer Stillberaterin (IBCLC oder La
Leche Liga) helfen. Viele möglicherweise auftretende
Stillprobleme (Mastitis, wunde Brustwarzen etc.) können durch
richtige Behandlung in Griff bekommen werden. Jeder Tropfen
Muttermilch ist wertvoll.
Industrielle Säuglingsnahrung — die
umfassendste Alternative Kann von Anfang an nicht
gestillt werden oder reicht die Muttermilch trotz häufigem
Anlegen nicht aus, ist es am Besten industrielle
Säuglingsmilchnahrung zu verwenden. Wird die Nahrung
zusätzlich zur Muttermilch gegeben, spricht man von
Zwiemilchernährung. In diesem Fall wird Pre-Nahrung, die der
Muttermilch am ehesten angepasst ist, nach dem Stillen
zugefüttert. Achten Sie dabei darauf, dass das Loch des
Saugers klein genug ist und die Milchnahrung nur langsam
heraustropft, wenn man die Flasche verkehrt hält! Dann muss
sich das Kind an der Flasche ähnlich anstrengen wie an der
Brust, schult seine Trinkmuskulatur und wird nicht trinkfaul. Wird
das Baby mit Pre-Nahrung nicht mehr ausreichend satt, kann man auf
eine 1er-Nahrung wechseln, die neben dem Kohlenhydrat Laktose
(Milchzucker) auch Stärke enthält und im
Eiweißverhältnis nicht mehr so sehr an Muttermilch
angeglichen ist. Nahrungen, die mit der Ziffer 2 oder 3
gekennzeichnet sind, können unerwünschterweise noch
andere Zuckerarten (Maltose, Saccharose, Glucosesirup) sowie
Frucht- oder Gemüsebestandteile enthalten. Ihre Verwendung
wird von Fachgremien nicht empfohlen.
Alternativer Muttermilchersatz Wird industrielle
Säuglingsnahrung abgelehnt, dann sollte man keinesfalls
„Frischkornmilch“, „Mandelmilch“, Sojamilch
oder unverdünnte tierische Milch verwenden, sondern zu einer
Rezeptur greifen, die grob an Muttermilch angeglichen ist. Je nach
Altersstufe variiert diese sogenannte „Droese-Stolley-
Milch“. Das genaue Rezept dazu finden Sie im Buch
„Essen und Trinken im Säuglingsalter“. Da der
Milchmischung sowohl Vitamin C, als auch Beta-Karotin fehlen, ist
die Zugabe von pasteurisiertem Apfelsaft und Karottenbrei
frühzeitig notwendig. Dies erhöht jedoch die Gefahr von
Allergien und Wundsein.
Vorsorge bei Allergien der Eltern Haben Eltern oder
Geschwister eine Allergie, dann besteht ein erhöhtes Risiko
für das Baby, selbst eine Allergie zu entwickeln. Stillen
schützt nachweislich am besten davor. Deshalb sollte nach
Möglichkeit im gesamten 1. Lebensjahr gestillt
werden. Durch Spuren von Lebensmitteln aus der Nahrung der Mutter
lernt das Kind zudem eine Toleranz auf die spätere Kost
aufzubauen. Allerdings gibt es Ausnahmen. Wenn nämlich bereits
direkt nach der Geburt eine Säuglingsmilchflasche auf
Kuhmilchbasis gegeben wurde, können empfindsame Kinder auf das
Kuhmilcheiweiß in der Muttermilch reagieren. Sie muss dann
Milch meiden und andere wichtige Kalziumquellen auswählen
(siehe Merkblatt „Kuhmilchallergie und
Kalziumversorgung“ des Vereins „Informationskreis Kind
und Ernährung“ www.informationskreis.org).
Kann nicht gestillt werden, dann bieten sich sogenannte
HA-Nahrungen an. Sie sind zwar auf Kuhmilchbasis hergestellt, aber
das Eiweiß ist darin so sehr aufgespalten, dass der
Körper es nur selten als Kuhmilcheiweiß erkennt. Sie
bieten einen weitgehenden, aber nicht 100 %igen Schutz. Daher sind
sie für die Prävention, nicht jedoch für eine
Diät bei bestehender Kuhmilchallergie geeignet. Dann
müssen stärker aufgespaltene Nahrungen oder Nahrungen auf
anderer Basis verordnet werden. Nahrungen auf Sojabasis oder
Ziegenmilchbasis, wie sie in der Apotheke erhältlich sind,
haben den Nachteil, dass sich auch darauf Allergien einstellen
können, was bei Soja weitreichende Folgen hat, da viele
industriell hergestellte Produkte für Endverbraucher und
astonomie Sojabestandteile enthalten. Ziegenmilch hingegen
enthält kaum Folsäure und nicht in jeder
Säuglingsmilchnahrung wird diese zugesetzt.
So nah an Muttermilch wie möglich „Vor
50 Jahren begann HiPP aus Überzeugung mit dem Anbau
biologischer Rohwaren, damit nur beste Bio-Qualität ins Gläschen
kommt. Auch bei Milchnahrungen war HiPP die erste Marke, die auf
Bio gesetzt hat.“
HiPP Milchnahrungen werden seit über 40 Jahren von
Spezialisten auf dem Gebiet der Säuglingsernährung
entwickelt. Bio-, Probiotik- und HA-Nahrungen von HiPP garantieren,
wenn nicht gestillt wird, für jedes Alter und jedes
Bedürfnis die optimale Ernährung. Für
natürliche Ernährung und höchste Sicherheit
Beikost - vom richtigen Beginn
Ab ca. dem 7. Monat sind Babys beikostbereit und signalisieren das
meistens deutlich. Sie führen schon Dinge selbst zum Mund,
können bereits relativ gut mit Hilfe sitzen, interessieren
sich für das Essen der Eltern und haben evtl. schon die ersten
Zähnchen. Etwa ab dann kann das Essen vom Löffel gelernt
werden, wobei auf individuelle Entwicklungsschritte Rücksicht
genommen werden soll. Selberkochen oder Gläschenkost, das ist
die erste Frage, die sich stellt. Selberkochen ist
kostengünstiger, selbst wenn - was sehr ans Herz gelegt wird -
biologische Zutaten verwendet werden. Außerdem bietet es
größere Vielfalt für Nase und Gaumen.
Gläschenprodukte, nach Möglichkeit auch von
BIO-Qualität, unterliegen laufenden strengen
Qualitätskontrollen und sind praktisch für unterwegs.
Viele Eltern tischen beides abwechselnd auf. Letztendlich
entscheidet jedoch häufig der Geschmack des Kindes über
die Wahl.
Aufbau - langsam und stufenweise
Nach und nach werden neue Lebensmittel bekannt gemacht. Pro Woche
sollen nur ein bis (bei nicht allergiegefährdeten Kindern)
zwei neue Zutaten dazugenommen werden, damit evtl. Reaktionen
(Allergien, Wundsein) einzelnen Zutaten zugeordnet und diese wieder
aus dem Speiseplan genommen werden können. Begonnen wird
stufenweise mit dem Karotten-Erdäpfel-Fleisch-Brei, dann mit
dem Milch-Getreidebrei, dem Obst-Getreidebrei und schließlich
dem Frischobstbrei. Bieten Sie als erstes Beikostlebensmittel
Karotte (oder Kürbis) an. Das liefert wertvolle Karotine und
schmeckt schwach süßlich, was dem Geschmack des Kindes
entgegen kommt. Geben Sie die benötigte Menge Öl zu dem
Brei und erweitern Sie dann mit Erdäpfeln (oder Reis). Als 3.
Hauptzutat wird wegen des hohen Eisengehaltes eine kleine Menge
Fleisch dazugegeben. Soll das Kind vegetarisch ernährt werden,
so sind spezielle Hirse- oder Haferbreie notwendig, um ausreichend
Eisen zur Verfügung zu stellen.
Umstieg auf Familienkost
Wie die Großen zu essen ist ab etwa dem 10. Monat für
Babys zunehmend interessanter. Ab dem Zeitpunkt können
zerdrückte Gerichte, die ohne Zucker oder Salz und ohne
scharfe Gewürze zubereitet wurden, am Speiseplan stehen. Egal
ob Schinkenfleckerl mit Erbsen, gefüllte Zucchini mit
Erdäpfelpüree, Hirsetopf mit Fenchel, es soll dabei im 1.
Lebensjahr noch auf die richtige Saft- und Ölzugabe geachtet
werden. Genaue Anleitung zum Selberkochen (Babybreie inkl. Öl-
und Saftzugabe, vegetarische Breie, Menüs für den Umstieg
auf Familienkost) finden Sie im Buch „Rezepte und Tipps
für Babys Beikost“, I. Hanreich und B. Macho.
Näheres zum Thema Stillen, Muttermilchersatz (Droese-
Stolley-Milch) Flaschenkost, Beikost, Allergieprävention und
einen Gläschenstufenplan, dem Produkte des österr.
Marktes zugeordnet sind, erfahren Sie in „Essen und Trinken
im Säuglingsalter“, I. Hanreich und E. Hansen -
erhältlich bei Verlag I. Hanreich, Tel. 01-5042829-1 bzw.
unter www.kinderkost.com. Mag. Ingeborg Hanreich, IBCLC
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