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Nach der Geburt eines Kindes können
Postpartale Depressionen entstehen, die als ernstzunehmende,
schwere Erkrankung betrachtet und behandelt werden
müssen.
Wenn Sie über einen
Zeitraum von mindestens zwei Wochen ständig gedrückte
Laune und manche der beschriebenen Gefühle haben, könnten
Sie an einer nachgeburtlichen Depression leiden:
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Sie fühlen sich immer ausgelaugt
oder hyperaktiv.
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Sie können nicht schlafen, auch wenn
Sie die Möglichkeit dazu haben.
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Sie weinen unkontrolliert oder
fühlen sich immer den Tränen nahe.
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Sie haben dramatische
Gefühlsschwankungen.
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Sie reagieren auf Geräusche oder
Berührungen sehr gereizt oder sensibel.
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Sie haben ständig negative
Gedanken.
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Sie haben Angst oder
Panikattacken.
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Sie können sich nicht
konzentrieren.
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Sie fühlen sich verwirrt und
schuldig.
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Sie fühlen sich ängstlich und
alleine, aber wollen auch nicht mit anderen Leuten zusammen
sein.
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Sie essen zu wenig oder zu
viel.
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Sie haben das Gefühl, nicht zurecht
zu kommen.
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Sie beschäftigen sich mit
zwanghaften oder morbiden Gedanken.
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Sie denken darüber nach, sich selbst
oder ihr Baby zu verletzen.
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Sie verlieren Vertrauen in sich selbst
und haben ein geringes Selbstwertgefühl.
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Sie können sich nicht
amüsieren.
Wie häufig ist die Postpartale
Depression?
Die Häufigkeit der nachgeburtlichen Depression liegt in
internationalen Studien bei 10-15 Prozent, bei jugendlichen
Mädchen sogar bei bis zu 26 Prozent, und stellt somit die
häufigste Erkrankung nach der Geburt dar.
Welche Therapiemöglichkeiten gibt
es?
Notwendig ist zunächst eine Aufklärung über die
Erkrankung, auch zur Entlastung von Schuldgefühlen. Es ist von
größter Bedeutung für den weiteren Verlauf, dass
sowohl die Mutter, als auch ihre Familie, versteht, dass es sich
hier um eine Erkrankung handelt und nicht etwa um die Folge eines
Versagens als Mutter. Möglichst rasch sollte eine
Psychotherapie eingeleitet werden. Die Bedeutung von Ruhe und
Erholung für die Mutter sollte unterstrichen werden, auch der
Familie gegenüber. Zum Wohle des Kindes und der Mutter sollte
auch von Anfang an auf die Etablierung einer guten Mutter-
Kind-Beziehung geachtet werden, etwa durch Förderung
entspannter Mutter-Kind-Kontakte im Rahmen einer Spieltherapie oder
Babymassage. Bei schweren Depressionen sollte unbedingt
zusätzlich eine medikamentöse Therapie begonnen werden,
Stillen ist bei den meisten Antidepressiva möglich.
Webtipps: Fachgesellschaft für
Geburtsassoziierte
Erkrankungen www.marce-gesellschaft.de
Internationale Homepage: www.postpartum.net
Selbsthilfegruppen:
Österreich: http://members.telering.at/ppd.treff/
Deutschland: www.schatten-und-licht.de
Schweiz: www.promentesana.ch,
www.depressionen.ch
Buchtipp: "Mutterglück -
Mutterleid"
Diagnose und Therapie der Postpartalen Depression.
Klier CM, Demal U, Katschnig H (eds)
Facultas Verlag, Wien 2001

Dr. Claudia M. Klier
Universitätsklinik für Neuropsychitatrie des Kindes- und
Jugendalters, Medizinische Univsersität Wien, AKH
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