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Leider werden im Alltag der schwangeren Frau nach wie vor die
Auswirkungen von Nikotin-, Alkohol und
Koffeinkonsumbeträchtlich unterschätzt! Rauchen —
Gefährdung von Mutter und Kind
Rauchen während der Schwangerschaft gefährdet
erwiesenermaßen das ungeborene Kind. Daher sollte der Verzicht
auf Zigaretten für jede werdende Mutter
selbstverständlich sein. Für viele Frauen bedeutet das
kein Problem, oft geschieht dies auch automatisch, wenn durch das
Rauchen einer Zigarette die bekannte Schwangerschaftsübelkeit
ausgelöst wird. Wenn Sie es nicht alleine schaffen, sollten
Sie mit Ihrem Arzt darüber sprechen.
Zusätzlich wurden folgende Tendenzen beobachtet:
_Unterentwicklung
des Kindes im Mutterleib:
Unbestritten und in zahlreichen Studien nachgewiesen ist das
verminderte Wachstum von Raucherbabys. Sie weisen zudem auch ein
geringeres Gewicht auf als Kinder von Nichtraucherinnen im gleichen
Schwangerschaftsalter. Zudem soll durch Nikotin die
Wehentätigkeit angeregt werden, wodurch die Frühgeburten-
Rate ansteigt.
_Schlechtere
Gehirnentwicklung:
Eine US-amerikanische Untersuchung stellte einen Zusammenhang
zwischen Nikotinkonsum und Intelligenz-Quotienten (IQ) fest.
Demzufolge lag der IQ bei Kindern von starken Raucherinnen deutlich
niedriger. Eine verzögerte geistige Entwicklung wurde
festgestellt. Diese Tendenz zeigte sich ab einem
regelmäßigen Konsum von fünf Zigaretten und stieg in
Abhängigkeit von der Zahl der gerauchten Zigaretten
kontinuierlich an.
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Allergien und Asthma:
Durch aktives und passives Rauchen der Mütter erkranken Kinder
häufiger an Allergien und Asthma laut einer Studie haben diese
Kinder ein um 30 % erhöhtes Risiko zu erkranken).
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Hyperaktivität:
Forscher der Harvard Medical School in Boston konnten zudem
nachweisen, dass der Nachwuchs von Raucherinnen ein dreifach
erhöhtes Risiko für Konzentrationsschwäche und
Hyperaktivität aufweist. Betroffen sind etwa fünf Prozent
der Schulkinder.
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Erhöhtes Risiko für „Plötzlichen
Kindstod“:
Die Häufigkeit des „Plötzlichen Kindstods“
(sudden infant death syndrom = SIDS) nimmt deutlich zu: Laut einer
Studie steigt die SIDS-Wahrscheinlichkeit bei bis zu neun
Zigaretten täglich um das Fünffache an. Raucht die Mutter
mehr als ein Päckchen pro Tag, ist das Risiko laut Bericht um
das Achtfache erhöht.
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Erhöhtes Lymphom- und Leukämierisiko:
US-Forscher konnten Krebs erregende Substanzen des Tabakrauchs auch
im Blut von Ungeborenen nachweisen. Diese Schadstoffe können
demzufolge den Mutterkuchen, der ansonsten eine Barrierefunktion
zum Schutz des Kindes erfüllt, ungehindert passieren. Derart
könnte der Grundstein für spätere Leukämie-
oder andere Krebserkrankungen im Kindesalter Gelegt werden. Das
betrifft auch Kinder von passiv rauchenden Frauen.
Alkohol — Hauptursache für Fehlbildungen
Der Alkohol gelangt über den Mutterkuchen zum Ungeborenen und
schädigt die kindlichen Zellen. Da die Leber noch nicht
vollständig ausgebildet ist, kann sie den Alkohol nicht so
effektiv abbauen wie das erwachsene Organ. Der Alkohol sammelt
sich, die negative Wirkung auf den Organismus wird verstärkt.
Alkohol ist auch die Ursache für Fehlgeburten, ein zu
niedriges Geburtsgewicht und für die Unterentwicklung des
Babys.
Besonders gefährlich ist der Alkoholkonsum in den ersten drei
Schwangerschaftsmonaten! Da man bis heute nichtweiß, ab
welcher Menge Alkohol für das Baby schädlich ist, sollten
werdende Mütter auf Nummer sicher gehen und auch auf das
„Gläschen in Ehren“ verzichten!
Hoher Kaffeekonsum— Anstieg von
Frühgeburten
Von zu hohem Kaffeekonsum wird Schwangeren abgeraten, weil eine
tägliche Aufnahme von mehr als 600mg Koffein die Abortrate
erhöht. Starke Kaffeetrinker nehmen übrigens pro Tag bis
zu drei Gramm Koffein zu sich. In der Schwangerschaft sollten
Frauen daher täglich nicht mehr als 400mg Koffein konsumieren,
das entspricht 2 — 3 Tassen Kaffee.
Sicher ist, dass Koffein den Herzschlag und den Stoffwechsel des
Babys erhöht. Das Koffein bleibt sehr lange im Blut des Babys
— das Stresshormon Adrenalin erhöht sich. Das Baby wird
unruhig und nervös und beginnt, sich heftig zu bewegen.
Außerdem beeinträchtigt Koffein die Aufnahme von Eisen
und schwemmt Kalzium aus dem Körper. Achtung: Nicht nur Kaffee
enthält Koffein, sondern auch Cola, Tee, Kakao und
Schokolade.
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