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Rauchen in der Schwangerschaft

ZigarettenWie wirkt sich Rauchen auf die Schwangerschaft aus?
Schon vor Beginn einer Schwangerschaft kann der Nikotinkonsum beider Partner gesundheitliche Folgen haben. Rauchen verschlechtert die Qualität der Spermien und reduziert die Anzahl der lebensfähigen Samenzellen. Andererseits wird auch der weibliche Zyklus beeinflusst. So ist etwa die Chance für Raucherinnen auf die erfolgreiche Durchführung einer künstlichen Befruchtung deutlich geringer als bei abstinenten Frauen. Entgegen der weit verbreiteten Überzeugung, kann sich auch passives Rauchen negativ auswirken. Der Tabakrauch in der Raumluft enthält die gleichen giftigen und Krebs erregenden Inhaltsstoffe wie der direkt inhalierte Rauch (Hauptstromrauch). Speziell bei Raucherinnen treten Fehlgeburten, vorzeitige Plazenta-Lösungen und Missbildungen häufiger auf.

Zusätzlich wurden folgende Tendenzen beobachtet:
• Unterentwicklung des Kindes im Mutterleib:
Unbestritten und in zahlreichen Studien nachgewiesen, ist das verminderte Wachstum von Raucherbabys. Sie weisen zudem auch ein geringeres Gewicht auf als Kinder von Nichtraucherinnen im gleichen Schwangerschaftsalter. Zudem soll durch Nikotin die Wehentätigkeit angeregt werden, wodurch die Frühgeburten-Rate ansteigt.
• Schlechtere Gehirnentwicklung:
Eine US-amerikanische Untersuchung stellte einen Zusammenhang zwischen Nikotinkonsum und Intelligenz-Quotienten (IQ) fest. Demzufolge lag der IQ bei Kindern von starken Raucherinnen deutlich niedriger. Eine verzögerte geistige Entwicklung wurde festgestellt. Diese Tendenz zeigte sich ab einem regelmäßigen Konsum von fünf Zigaretten und stieg in Abhängigkeit von der Zahl der gerauchten Zigaretten kontinuierlich an.
• Allergien und Asthma:
Durch aktives und passives Rauchen der Mütter erkranken Kinder häufiger an Allergien und Asthma (laut einer Studie haben diese Kinder ein um 30 % erhöhtes Risiko zu erkranken).
• Hyperaktivität:
Forscher der Harvard Medical School in Boston konnten zudem nachweisen, dass der Nachwuchs von Raucherinnen ein dreifach erhöhtes Risiko für Konzentrationsschwäche und Hyperaktivität aufweist. Betroffen sind etwa fünf Prozent der Schulkinder.
• Erhöhtes Risiko für "Plötzlichen Kindstod":
Die Häufigkeit des "Plötzlichen Kindstods" (sudden infant death syndrom= SIDS) nimmt deutlich zu:Laut einer Studie steigt die SIDS-Wahrscheinlichkeit bei bis zu neun Zigaretten täglich um das Fünffache an. Raucht die Mutter mehr als ein Päckchen pro Tag, ist das Risiko laut Bericht um das Achtfache erhöht.
• Erhöhtes Lymphom- und Leukämierisiko:
US-Forscher konnten Krebs erregende Substanzen des Tabakrauchs auch im Blut von Ungeborenen Ohne Rauch durch die Schwangerschaftnachweisen. Diese Schadstoffe können demzufolge den Mutterkuchen, der ansonsten eine Barriere-Funktion zum Schutz des Kindes erfüllt, ungehindert passieren. Derart könnte der Grundstein für spätere Leukämie- oder andere Krebserkrankungen im Kindesalter gelegt werden. Das betrifft auch Kinder von passiv rauchenden Frauen.

Ab wie vielen Zigaretten kommt es zu einer Schädigung des Kindes?
Konsequenzen für das Ungeborene wurden bereits ab einem regelmäßigen Konsum von sieben Zigaretten/Tag beobachtet. Eine starke Reduzierung der Zigarettenmenge ist daher – zumindest während Schwangerschaft und Stillzeit – unbedingt anzuraten. Am besten für Mutter und Kind wäre jedoch ein vollständiger Verzicht. Dies betrifft natürlich auch den Partner, weil Passivrauchen dem Ungeborenen ebenso schadet.

Wie kann ich mir das Rauchen in der Schwangerschaft abgewöhnen?
Rauchen während der Schwangerschaft gefährdet erwiesenermaßen das ungeborene Kind. Daher sollte der Verzicht auf Zigaretten für jede werdende Mutter selbstverständlich sein. Für viele Frauen bedeutet das kein Problem, oft geschieht dies auch automatisch, wenn durch das Rauchen einer Zigarette die bekannte Schwangerschaftsübelkeit ausgelöst wird. Wenn Sie es nicht alleine schaffen, sollten Sie mit Ihrem Arzt darüber sprechen.

Was passiert nach der Geburt?
Auch Säuglinge sollten vom schädlichen Rauch möglichst ferngehalten werden. Zahlreiche Studien belegen eine erhöhte Gefahr für passiv rauchende Säuglinge und Kleinkinder, an Bronchitis, Mittelohrentzündungen und Atemwegsinfektionen zu erkranken. Auch während der Stillzeit gelangen Giftstoffe über die Muttermilch zum Kind!

Quelle: netdoktor

 
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